Unicredit wehrt sich gegen EZB-Forderung

Nach der Forderung der Europäischen Zentralbank (EZB), das Russland-Geschäft zu reduzieren, hat die italienische Großbank Unicredit einen Antrag an das Gericht der Europäischen Union gestellt, um Klarheit über die Verpflichtungen zu bekommen. Man wolle vor Gericht klären lassen, ob die EZB die Aufgabe des Russlandgeschäfts verlangen dürfe, teilte das Institut mit. Unicredit habe eine vorläufige Aussetzung der Forderungen zum Russlandgeschäft beantragt, bis die Entscheidung des Gerichts vorliegt. Außerdem teilte die Bank mit, dass sie Strategien zum Abbau ihres Geschäfts in Russland beschlossen habe und grundsätzlich mit der EZB übereinstimme, was die Bedeutung des Rückzuges aus dem Land betrifft. Dabei hat Unicredit laut eigenen Angaben Bedenken hinsichtlich der Bedingungen, unter denen der Geschäftsrückzug erfolgen muss. Diese könnten „ernste unvorhersehbare Folgen“ nach sich ziehen, erklärte das Finanzhaus. Die Unicredit ist nach der österreichischen Raiffeisen Bank International (RBI) die zweitgrößte westliche Bank in Russland. Anfang 2024 verlangte die EZB von der RBI, das Kreditvolumen in Russland um 65% zu reduzieren. Eine ähnliche Forderung der Aufsichtsbehörde erging an die UniCredit. Die genauen Details sind aber nicht bekannt. / [Interfax](https://www.interfax.ru/business/968791) (RU)

03.07.2024

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