Ende der Immobilien-Förderung
Gestern endete das allgemeine Förderprogramm der russischen Regierung für Immobilienkäufer. Es war im Frühjahr 2020 zu Beginn der Pandemie beschlossen worden, um dem damals erwarteten Einbruch der Wirtschaft entgegenzuwirken. Der Staat garantierte den Käufern einen maximalen Zinssatz für Hypothekenkredite von zuletzt 8% und kompensierte den Banken die Differenz zur Marktverzinsung. In den vier Jahren wurde die Subvention 1,54 Mio. Mal in Anspruch genommen, das geförderte Kreditvolumen erreichte fast 6 Bio. Rubel (64,4 Mrd. Euro). Den Staatshaushalt belastete das Programm bisher mit 453 Mrd. Rubel (4,9 Mrd. Euro). Gerade Neubauwohnungen wurden zuletzt fast nur noch (zu 96%) mit geförderten Krediten erworben. Die Zentralbank und das Finanzministerium hatten das Programm immer wieder kritisiert, weil es die Wohnungspreise in die Höhe getrieben habe. Die Hypotheken-Subventionen für Familien und andere Bevölkerungsgruppen bleiben auch in Zukunft bestehen. Zuletzt nahmen immer weniger Menschen nicht geförderte Immobilien-Kredite auf. In den ersten fünf Monaten 2024 belief sich das Volumen der vergebenen Kredite auf 568 Mrd. Rubel (6,1 Mrd. Euro). Im gleichen Zeitraum des Vorjahrs waren es 1,23 Bio. Rubel (aktuell 13,2 Mrd. Euro). Ein Grund dafür sind die hohen Kreditkosten in Russland. Laut der Zentralbank beträgt die durchschnittliche Verzinsung der Baukredite bei den 20 größten russischen Banken zurzeit 18,32%, was einen Anstieg seit Ende April um 1,5 Prozentpunkte bedeutet. Damals hatte der russische Währungshüter signalisiert, länger als erwartet am hohen Leitzinsniveau festhalten zu wollen. / [RBC](https://www.rbc.ru/finances/01/07/2024/667ec1949a79477e726b2489) (RU)
03.07.2024
Unser Telegram-Kanal
Bleiben Sie auf dem Laufenden mit unserem Telegram-Kanal