Führende russische Finanzanalysten erwarten weiterhin nur ein Wachstum der russischen Wirtschaft im laufenden Jahr von 1%. Das ergab die aktuelle Umfrage im Auftrag der russischen Zentralbank, die vom 10. bis 14. April stattfand. Die Konsensprognose zum Wachstum blieb wie im Vormonat bei +1,0%. In der Februar-Umfrage waren es +1,1%. Zugleich schlagen sich die seit dem Beginn des Iran-Kriegs gestiegenen Preise für Öl und Gas in den Prognosen nieder, etwa bei den Exporten, deren Wert im Gesamtjahr jetzt auf 506 Mrd. Dollar geschätzt wird. Im März lag die Prognose bei 463 Mrd. Dollar und im Februar bei 446 Mrd. Dollar. Auch der erwartete durchschnittliche Steuer-Preis von Rohöl stieg weiter auf 65 Dollar pro Barrel, nach 55 Dollar im März und 50 Dollar im Februar. Das erwartete Haushaltsdefizit entspricht nun mit 2,5% des Bruttoinlandsprodukts (BIP) wieder dem Wert im Februar, nach einer Verschlechterung der Defizitprognose im März auf 2,8%. Die Inflationsprognose verschlechterte sich von 5,3% im März auf 5,5%. / Russ. Zentralbank (RU)