Die österreichische Raiffeisenbank International (RBI) möchte über eine Art Vermögenstausch mit einem russischen Unternehmen einen Teil ihrer in Russland erwirtschafteten Gewinne außer Landes bringen. Wie die Großbank mitteilte, soll ihre Russlandtochter für 1,5 Mrd. Euro rund 28% der Aktien am österreichischen Baukonzern Strabag kaufen, die von dem in Russland ansässigen Unternehmen Rasperia Trading gehalten werden. Anschließend soll die russische Raiffeisenbank diese Aktien als Sachdividende an die Muttergesellschaft übertragen. Mehrheitseigentümer von Rasperia ist der russische Milliardär Oleg Deripaska. Der Miteigentümer des Aluminium-Riesen Rusal steht auf Sanktionslisten von USA und EU. Erst vergangene Woche kündigte Deripaska an, seine Anteile an Rasperia an ein russisches Unternehmen, Iliadis JSC, zu verkaufen. Da das Strabag-Geschäft nur über dieses laufe, verstoße man nicht gegen westliche Sanktionen, betont RBI. Die geplante Sachdividende aus Russland nach Österreich müsste von der russischen Regierung genehmigt werden. 2022 und im 1. Halbjahr dieses Jahres hatte die russische Raiffeisenbank insgesamt 2,7 Mrd. Euro Gewinn gemacht. Wegen russischer Sanktionen hat die österreichische Mutter jedoch keinen Zugriff auf diese Mittel. / [Der Standard](
https://www.derstandard.de/story/3000000200455/trotz-sanktionen-so-wie-die-raiffeisen-einen-teil-ihrer-milliardengewinne-aus-russland-bekommen-will), [RBC](
https://www.vedomosti.ru/business/news/2023/12/20/1011962-raiffeisen-vikupit-dolyu-u-kompanii-deripaski-v-kontserne-strabag?from=newsline) (RU)