Raiffeisen-Kunden ziehen Geld ab

Russische Kunden der österreichischen Raiffeisenbank kehren dem Geldinstitut den Rücken, erfuhr das Wirtschaftsmagazin RBC aus Umsatzzahlen der lokalen RBI-Tochter. Demnach zogen insbesondere private Unternehmen und Privatpersonen, bei denen es sich um die beiden wichtigsten Kundengruppen der Österreicher in Russland handelt, zuletzt verstärkt ihre Gelder aus der Bank ab. Im August reduzierten die Unternehmenskunden der Raiffeisenbank ihre Restbestände auf den Konten um 9,6% auf 531 Mrd. Rubel (5,1 Mrd. Euro), während die Privatkundeneinlagen um 11,7% auf 490,5 Mrd. Rubel (4,7 Mrd. Euro) schrumpften. Insgesamt zogen die Kunden im August 121,1 Mrd. Rubel (1,2 Mrd. Euro) netto aus der Bank ab – so viel wie seit Mai 2023 nicht mehr, so der Bericht. Bankexperte Roman Kornew von der Ratingagentur Expert RA führt diese Entwicklung auf die von Raiffeisen angestrebte Reduzierung der Kundenzahl in Russland zurück. Die österreichische Raiffeisen Bank International AG plant eine Trennung von ihrem Russlandgeschäft und hat die lokalen Aktivitäten bereits deutlich zurückgefahren. / [RBC](https://www.rbc.ru/finances/26/09/2024/66f3f2f59a79470bc34c2bed?from=newsfeed) (RU)

27.09.2024

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