Nord Stream 2 darf nach Investoren suchen
Der Pipeline-Betreiber Nord Stream 2 AG kann die Suche nach einem neuen Investor vorerst fortsetzen. Ein Gericht im Schweizer Kanton Zug hat den Nachlassvertrag genehmigt, der die Sanierung durch einen Schuldenschnitt möglich macht. Andernfalls wäre nach Schweizer Recht der Konkurs verhängt worden. Nord Stream 2 gehört dem russischen Staatskonzern Gazprom und hat seinen Sitz im Kanton Zug. Großgläubiger wie die westeuropäischen Energiekonzerne Engie, OMV, Shell, Uniper und Wintershall einigten sich am 30. April auf einen Nachlassvertrag, wie das Gericht mitteilte. Weil dagegen noch Beschwerde eingelegt werden könne, erteile es keine weiteren Auskünfte. Die Großgläubiger dürften erhebliche Abschläge auf ihre Investitionen in Kauf genommen haben. Der Bau der Pipeline kostete knapp zehn Milliarden Euro. Die Forderungen der Kleingläubiger, darunter zahlreiche Baufirmen in Mecklenburg-Vorpommern, sollten gemäß Weisung des Gerichts von Januar voll entschädigt werden. / [ARD](https://www.tagesschau.de/wirtschaft/energie/nordstream-2-konkurs-pipeline-erdgas-100.html)
13.05.2025
Unser Telegram-Kanal
Bleiben Sie auf dem Laufenden mit unserem Telegram-Kanal