Neue Chance für China-Pipeline

Die Gaspipeline „Power of Siberia 2“ könnte eine neue Chance erhalten, erfuhr die amerikanische Zeitung Wall Street Journal (WSJ) von Insidern. Aufgrund des Israel-Iran-Krieges zeige China Interesse an einer Wiederbelebung des seit Jahren auf Eis liegenden Vorhabens. Das Großprojekt, das eines Tages Gas von der Jamal-Halbinsel in Nordwest-Sibirien durch die Mongolei nach China bringen soll, war ins Stocken geraten, weil sich Moskau und Peking nicht „über Preis und Eigentümerstruktur“ haben einigen können, schreibt das Blatt. Außerdem habe sich China nicht zu stark von russischer Energie abhängig machen wollen. Die jüngste Eskalation im Nahen Osten habe Peking jedoch zum Umdenken veranlasst, berichten Kreise in der chinesischen Hauptstadt. In China wachse die Sorge um die Versorgung mit Öl und Gas aus dem Nahen Osten. Bislang bezieht China fast ein Drittel (30%) seiner Flüssigerdgas-Importe aus Katar und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Das LNG wird durch die Straße von Hormus transportiert. Der Iran hatte nach den israelischen Angriffen gedroht, die wichtige Meeresenge zu sperren. Zudem nimmt China etwa 90% der iranischen Ölexporte ab, wie das WSJ schreibt. / [The Wall Street Journal](https://www.wsj.com/world/china-russia-gas-pipeline-iran-conflict-e19523b3) (EN), [Kommersant](https://www.kommersant.ru/doc/7833987) (RU)

29.06.2025

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