Mittlerweile gibt es in russischen Millionenstädten insgesamt 51.100 Abholstationen für Onlinebestellungen. Das sind 32,4% mehr als noch vor einem Jahr, geht aus Berechnungen des digitalen Kartendienstes 2GIS hervor. Für ganz Russland zählt der Kartenanbieter Yandex Map 197.300 Abholstellen, 43% mehr als im Vorjahr. Am stärksten stieg die Zahl der Abholstationen in Nowosibirsk in Westsibirien (+41,2%), Tscheljabinsk im Ural (+40,9%) und Nischnij Nowgorod an der Wolga (+40%). In Moskau erhöhte sich die Zahl der Abholstellen um 29%, St. Petersburg verzeichnete ein Plus von 32,5%. Insbesondere große Onlinemarktplätze bauen ihre Abholservice-Netze intensiv aus. Der Marktführer Wildberries eröffnete allein in den vergangenen sechs Monaten 21.000 neue Stellen (+51%). Der zweitgrößte russische Versandhändler Ozon expandiert verstärkt im Nordkaukasus und in Sibirien, während Yandex.Market seine Partner mit Anreizzahlungen unterstützt. Experten führen den Boom auf die niedrige Einstiegsinvestition von nur 200.000 Rubel (2200 Euro) für kleine Unternehmen zurück. Gleichzeitig stellen sie fest, dass die Nachfrage nach Franchises für die Eröffnung neuer Abholstationen aufgrund der Marktsättigung sinke. / [Kommersant](
https://www.kommersant.ru/doc/7833852) (RU)