Jede dritte Mehrkindfamilie ist arm
Fast jede dritte kinderreiche Familie in Russland (30,5%) lebt in Armut. Das zeigt die jüngste Erhebung der Statistikbehörde Rosstat, die aus dem Jahr 2022 datiert. 2015 hatte die Armutsquote unter den Familien mit mindestens drei minderjährigen Kindern noch bei 54,3% gelegen. Laut einem Dekret von Präsident Wladimir Putin soll der Anteil der armen Mehrkindfamilien bis 2030 auf 12% und bis 2036 auf 8% sinken. Als arm werden in Russland Familien eingestuft, deren Einkommen unter dem offiziellen Existenzminimum liegt. 2022 betrug die Armutsschwelle 11.950 Rubel oder 166 Euro pro Person und Monat. Damals lebten laut Rosstat 14,2% aller russischen Familien, in denen es mindestens ein Kind unter 18 Jahren gab, in Armut. Ihr Anteil an der Gesamtzahl der Armen in Russland lag bei fast 88%. Im vergangenen Jahr lebten laut Präsident Putin 13,5 Mio. Menschen in Russland und damit 9,3% der Gesamtbevölkerung unter der Armutsgrenze, die damals bei monatlichen Einkünften von 14.339 Rubel (144 Euro) lag. / [TASS](https://tass.ru/ekonomika/21462967), [Kommersant](https://www.kommersant.ru/doc/6862641), [Wechselkurs 2022](https://bankiros.ru/currency/cbrf/eur/date/2022?ysclid=lz5vlhgmzt430918387) (alle RU)
29.07.2024
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