Hausgemachtes Risiko
Die russische Zentralbank sieht die Gefahr, dass die Produktionskapazitäten und die Reserven an Arbeitskräften im Land bald erschöpft sein könnten. „Das ist das größte hausgemachte Risiko für die russische Wirtschaft“, sagte Zentralbankchefin Elwira Nabiullina am Freitag. „Unter diesen Umständen würde jede zusätzliche Stimulierung der Nachfrage lediglich zu höheren Preisen führen, ohne dass die Produktion mitwächst“, warnte sie. Außerdem könnten dadurch die Inflationserwartungen länger hoch bleiben. Die Inflationserwartungen der Privatpersonen in Russland für die kommenden zwölf Monate lagen im August bei 12,9%, nach 12,4% im Juli, zeigt eine Umfrage im Auftrag der Zentralbank. Bei den Inflationserwartungen der Unternehmen gab es nur einen leichten Anstieg von 21,5% auf 21,7%. Zu den größten Inflationsrisiken zählte Nabiullina eine „mögliche Verstärkung des geopolitische Drucks“ sowie einen stärkeren Konjunkturabschwung in den führenden Volkswirtschaften, der „die Nachfrage nach Rohstoffen schrumpfen lassen“ und dadurch „die russischen Exporte sowie den Rubel unter Druck setzen“ könnte. / [RBC](https://www.rbc.ru/economics/13/09/2024/66e4431c9a79479b1383f950), [Russ. Zentralbank](https://cbr.ru/Collection/Collection/File/50567/Infl_exp_24-08.pdf) (beide RU)
17.09.2024
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