„Globale Schattenwirtschaft“
Mit ihren Sanktionen und Exportkontrollen gegen Russland, den Iran, Venezuela, Nordkorea und China wollten die Vereinigten Staaten eigentlich deren wirtschaftliche Ressourcen einschränken. Stattdessen bewirkten sie die Entstehung einer „globalen Schattenwirtschaft“. Zu diesem Schluss kommen Journalisten des Wall Street Journals (WSJ) in einem Bericht vom vergangenen Donnerstag. Dort heißt es, dass die Finanz- und Handelseinschränkungen der USA die „autoritären Regimes“ zwar teilweise vom Zugang zu westlichen Waren und Märkten abgeschnitten hätten. Doch die sanktionierten Länder hätten einen Handelsblock formiert, der wirtschaftlich stark genug sei, um dem „Finanzkrieg“ der USA die Stirn zu bieten. So habe China die Sanktionen zunehmend vereitelt, indem es seine Handelsbeziehungen ausgebaut habe. Ungeachtet der US-Sanktionen betreiben die besagten Länder regen Handel untereinander, angefangen bei Drohnen und Raketen bis hin Gold und Erdöl. Nach Einschätzung der Autoren passen auch die Import-Export-Bedürfnisse der Länder zueinander: Während China sich von Russland, dem Iran und Venezuela mit Erdöl beliefern lässt, nutzen diese die Einnahmen, um aus China sanktionierte Güter zu beziehen. / [The Wall Street Journal](https://www.wsj.com/world/how-america-inadvertently-created-an-axis-of-evasion-led-by-china-0a9bc477?mod=hp_lead_pos8) (EN), [Kommersant](https://www.kommersant.ru/doc/6731475) (RU)
03.06.2024
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