Ritter Sport liefert weiter
Ritter-Sport-CEO Andreas Ronken hat sein Festhalten am Russlandgeschäft verteidigt. „Russland ist unser zweitgrößter Markt. Wenn wir da rausgegangen wären, hätten wir 200 Leute am Standort Waldenbuch freistellen müssen“, sagte er dem Nachrichtenmagazin Focus. Er stehe nach wie vor hinter seiner Entscheidung – trotz Morddrohungen, die er dafür erhalten habe, so der Chef des Schokoladenherstellers: „Unsere Entscheidung war richtig, und ich würde sie wieder genauso treffen.“ Der Krieg werde „nicht über Nahrungsmittelrestriktionen gewonnen“, gab Ronken zu bedenken. „Wir haben die Aufmerksamkeit genutzt, darauf hinzuweisen, dass auch russische Kinder gern Schokolade essen.“ Alfred Ritter GmbH produziert im baden-württembergischen Waldenbuch sowie in Breitenbrunn im österreichischen Burgenland. Das Familienunternehmen beschäftigt knapp 2000 Mitarbeiter und ist in mehr als 100 Ländern vertreten. 2022 betrug der Umsatz 538 Mio. US-Dollar. Ritter Sport war schon 2022 stark dafür in die Kritik geraten, weiter nach Russland zu liefern. CEO Ronken hatte damals gesagt, dass es Grauimporte geben würde, wenn sich das Unternehmen aus dem russischen Markt zurückziehe. „Unsere Marke wäre verauktioniert und wahrscheinlich für wenig Geld in Russland verkauft worden“, war sich der Manager sicher. / [Focus](https://www.focus.de/finanzen/news/russland-wird-weiterhin-beliefert-ritter-sport-chef-auch-russische-kinder-essen-gerne-schokolade_id_259991632.html), [RBC](https://www.rbc.ru/business/30/05/2024/6658ce819a79473e65ca75c0) (RU)
03.06.2024
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