Gasverluste beziffert

Durch den Wegfall russischer Gasimporte haben europäische Länder bislang 700 Mrd. Euro verloren, schätzt Kirill Dmitrijew, Chef des staatlichen russischen Direktinvestmentfonds RDIF. Er erwartet, dass die Verluste zum Ende des Jahres die Marke von 1 Bio. Euro erreichen könnten. Es gehe um Einbußen durch höhere Beschaffungskosten für Flüssigerdgas (LNG) und die Investitionen in die LNG-Infrastruktur, erklärte der RDIF-Chef beim Internationalen Wirtschaftsforum in Sankt Petersburg. Außerdem müsse Europa „große industrielle Verluste“ einstecken, urteilte er. Der Export von russischem Pipelinegas nach Europa war seit 2022 praktisch zum Erliegen gekommen. Die EU wich auf LNG aus, das zum Teil ebenfalls aus Russland bezogen wird. Im Frühjahr dieses Jahres wurde bekannt, dass die Europäische Union erstmals Einschränkungen gegen russisches Flüssigerdgas erwägt. Berichten zufolge könnte die EU das Umladen von russischem LNG in europäischen Häfen sowie europäische Investitionen in LNG-Projekte in Russland untersagen. / [Kommersant](https://www.kommersant.ru/doc/6747368) (RU)

09.06.2024

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