Russland mit Verzweiflungs-Bestwert

Russland schneidet im aktuellen „Verzweiflungs-Index“ des deutschen Wirtschaftsportals bne IntelliNews so gut ab wie noch nie seit 1991. Der Ländervergleich soll zeigen, wie stark die wirtschaftlich schwächsten Gruppen der jeweiligen Gesellschaften von Krisen in Mitleidenschaft gezogen werden. Je niedriger der Wert, desto besser geht es den ärmsten Schichten der Bevölkerung. Russland kommt diesem März auf 19,7 Punkte. 2021 waren es 21,1. Der EU-weite Schnitt beträgt zurzeit 30,6 Punkte, am schlechtesten von den betrachteten Ländern schneidet die krisengeschüttelte Türkei mit 91,6 Punkten ab. Zur Einordnung: Im Russland der frühen 1990er-Jahre sei die Situation für die Armen ungleich „schrecklicher“ gewesen, erklären die Autoren. 1993 habe der russische Verzweiflungs-Index bei 2367 Punkten gelegen. Faktoren, bei denen Russland seit Jahren punktet, sind die niedrigen Raten bei Armut und Arbeitslosigkeit sowie steigende Löhne. Außerdem hätten seit dem 24. Februar 2022 die ärmsten Regionen wirtschaftlich besonders stark profitiert, z. B. weil in ihnen die Rüstungsindustrie beheimatet ist. / [IntelliNews](https://www.intellinews.com/long-read-russia-s-despair-index-result-is-the-best-ever-while-ukraine-s-crashes-328013/) (EN)

09.06.2024

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