Tinkoff jetzt T-Bank
Die größte russische Internetbank Tinkoff hat sich in T-Bank umbenannt. Der Vorstandsvorsitzende Stanislaw Blisnjuk begründet den Schritt u. a. mit einer geplanten Expansion im Ausland, für die sich der neue Name besser eigne. Außerdem habe man sich damit von der Ähnlichkeit der Marke zum Nachnamen des Gründers befreit. Sie stamme aus der Anfangszeit der Bank und sei für ein Großunternehmen nicht mehr angemessen. Und wenn man einen Familiennahmen als Marke nutze, solle der Name „sauber“ und über jeden Zweifel erhaben sein, so der CEO. Bankgründer Oleg Tinkow musste nach eigenen Angaben die Tinkoff-Bank im April 2022 weit unter Wert verkaufen. Später legte der im Ausland lebende Unternehmer die russische Staatsangehörigkeit ab. Im Februar 2024 stufte ihn das russische Justizministerium als „ausländischen Agenten“ ein. Beobachter haben Verständnis für die Umbenennung. Offensichtlich sei es der Bank hauptsächlich um eine „De-Olegisierung“ gegangen, erklärt der Partner der Brand-Agentur Depot Alexej Andrejew. Einen Vorzug von „T-Bank“ streicht Oleg Kusmin, der Chef von Pier 5, einer weiteren russischen Brand-Agentur, heraus: Der neue Name ermögliche es, „die russischen Wurzeln“ der Marke zu verbergen, falls dies nötig werden sollte. / [Vedomosti](https://www.vedomosti.ru/finance/articles/2024/06/05/1041572-tinkoff-stal-t-bankom) (RU)
08.06.2024
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