Banane wird russisch

Die russische Regierung hat die Banane in die Liste der Agrarprodukte aufgenommen, die auch im Inland angebaut werden. Dadurch bekommen die Landwirte, die die Tropenfrucht anbauen wollen, Anspruch auf Förderung durch den Staat, wie Sergej Ismalkow, Agrarminister der landwirtschaftlich stark geprägten Region Stawropol im Süden Russlands, in einem Interview erklärte. Seine Region will schon im nächsten Jahr mit dem Anbau von Bananen in Gewächshäusern beginnen. Bei Landwirten ist das Vorhaben allerdings umstritten. „Ein Land, das nicht einmal in der Lage ist, sich selbst mit Kartoffeln zu versorgen, will nun Bananen anbauen“, kritisierte etwa Wassili Melnitschenko, Leiter der Agrarfirma Galkinskoje aus der Ural-Region Swerdlowsk. Die aktuelle Lage der russischen Bauern bezeichnete Melnitschenko, der auch im Vorstand des Bauernvereinigung Fed-Selsovet sitzt, als „katastrophal“. Landwirtschaftsministerin Oksana Lut hatte Ende 2024 vorgeschlagen, in Russland Bananen anzubauen. Aus wirtschaftlicher Sicht wäre es derzeit jedoch nicht sinnvoll, Bananen in Russland anzupflanzen, räumte die Ministerin damals ein. „Bananen aus Ecuador sind momentan günstiger. Aber alles ändert sich“, fügte sie hinzu. / [Russ. Regierung](http://publication.pravo.gov.ru/), [BFM](https://www.bfm.ru/news/577436) (beide RU)

07.07.2025

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