„Eklatanter Mangel“ an Verkaufspersonal

Der russische Dienstleistungssektor leidet an einem akuten Mangel an geringqualifizierten Arbeitskräften, berichtet die renommierte Ökonomin Natalja Subarewitsch von der Moskauer Lomonossow-Universität. Besonders gefragt sind ihr zufolge Verkäufer und Lageristen. Als Beispiel führt Subarewitsch die Alkohol-Fachhandelsketten Krasnoje&Beloje und Bristol an, bei denen ein „eklatanter Mangel an Verkaufspersonal herrscht“. Grund sei, dass in diesen Berufen „nicht wettbewerbsfähige Gehälter“ gezahlt würden, erklärt Subarewitsch. Diese Beobachtung deckt sich mit Angaben des Magazins Forbes Russland. Seine Journalisten berichteten im September, dass Krasnoje&Beloje aufgrund des Personalmangels viele Läden geschlossen habe. Im zweiten Quartal vergangenen Jahres fehlten der russischen Wirtschaft insgesamt 2,7 Mio. Fachkräfte, ergab eine Studie der Moskauer Wirtschaftsuniversität Higher School of Economics (HSE). Das waren 10% mehr als ein Jahr zuvor. Vom Arbeitskräftemangel betroffen sind sowohl kleine als auch mittlere und große Unternehmen. In einer Studie des Stellenportals Superjob berichteten 80% der befragten Firmen mit unter 100 Beschäftigten von Problemen bei der Stellenbesetzung. In der Größenklasse mit über 100 Beschäftigten waren es sogar 83%. / [RBC](https://www.rbc.ru/rbcfreenews/6867b6e79a7947d14e78c94a), [Forbes](https://www.forbes.ru/biznes/521756-nikto-ne-hocet-rabotat-kak-iz-za-deficita-kadrov-zakryvautsa-magaziny-i-pvz) (beide RU)


08.07.2025

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