Sieben EU-Länder haben sich mittlerweile gegen die Konfiszierung der russischen Zentralbankgelder, die in der EU eingefroren sind, ausgesprochen. Laut dem Brüsseler Nachrichtenportal Euractiv handelt es sich bei ihnen um Belgien, Ungarn, die Slowakei, Bulgarien, Malta, Tschechien und Italien. Der italienische Außenminister Antonio Tajani warnte in einem Zeitungsinterview vor Reputations- und Rechtsrisiken im Falle einer Verwendung der russischen Mittel.
In Belgien, wo der Großteil der eingefrorenen russischen Mittel liegt, unterstützt auch die Bevölkerung die ablehnende Haltung von Premierminister Bart De Wever. Das ergab eine Umfrage des Fernsehsenders RTL Info, der Tageszeitung Le Soir und des Meinungsforschungsinstituts Ipsos. Auf die Frage, ob die belgische Regierung die in Belgien eingefrorenen russischen Mittel im Wert von rund 183 Mrd. Euro freigeben sollte, um damit die Ukraine zu unterstützen, antworteten mehr als zwei Drittel (67%) der Befragten mit „Nein“. / Euractiv (EN), BFM, Vedomosti, Frank Media (alle RU)