Zentralbank setzt Devisenkäufe aus

Die russische Zentralbank hat angekündigt, bis Jahresende keine Fremdwährungen mehr auf dem Inlandsmarkt zu kaufen. Damit reagierte sie auf die Abwertung des Rubels, die sich im November beschleunigt hatte. Gleichzeitig will die Zentralbank Devisen aus dem Nationalen Wohlstandsfonds verkaufen. Der Grund für die Devisen-Verkäufe ist die sogenannte Budgetregel, der zufolge geringe Einnahmen aus den Öl- und Gasexporten mit Devisenverkäufen kompensiert werden. Sind die Öleinnahmen höher als erwartet, werden mit Überschüssen Devisen gekauft, um damit den Nationalen Wohlstandsfonds zu füllen.  
  
Im vergangenen Jahr hatte die Zentralbank von Mitte August bis Ende Dezember ihre Devisenkäufe ausgesetzt, um den damals ebenfalls schwächelnden Rubel zu stützen. Am Samstag setzte die Zentralbank den offiziellen Rubelkurs zum US-Dollar auf 107,7 Rubel je Dollar fest. Anfang November waren es 97,4 Rubel je Dollar. Der Euro-Kurs stieg von 105,8 auf 114,3 Rubel. Seit Ende Juli verlor die russische Landeswährung mehr als ein Viertel ihres Wertes. / [Russ. Zentralbank](https://www.cbr.ru/press/event/?id=23190), [RBC](https://www.rbc.ru/economics/27/11/2024/6747345b9a7947082c3a80f2) (beide RU)

02.12.2024

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