Zahlungsvermittler gefragt
Angesichts der Schwierigkeiten mit Banken in China lassen russische Importeure ihre Zahlungen Insidern zufolge zunehmend über Vermittlungsdienste aus „freundlichen Ländern“ abwickeln. Zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen sagten der Nachrichtenagentur Reuters, dass fast jede zweite Transaktion mittlerweile über einen Vermittler aus den Vereinigten Arabischen Emiraten, Kasachstan oder Kirgisistan laufe. Den Angaben zufolge können 50% der russischen Firmen, die Handel mit China betreiben, ihre Bankkonten in China eingeschränkt (30%) oder uneingeschränkt (20%) nutzen. Die Nutzung von Vermittlungsdiensten geht allerdings mit erhöhten Kosten einher. So sollen einige Dienstleister für jede Transaktion mehrere Tausend US-Dollar Provision verlangen. Außerdem bestehe die Gefahr, dass Waren beschlagnahmt werden, schreibt Reuters. Einem Insider zufolge wurde vor Kurzem eine große Serverlieferung, die von China über Kasachstan nach Russland transportiert wurde, beschlagnahmt, weil sie unter die US-Sanktionen fiel. Seit Januar weigern sich Banken in China, der Türkei und anderen von Moskau als „freundlich“ eingestuften Ländern zunehmend, Geldüberweisungen aus oder nach Russland zu bearbeiten, weil sie die im Dezember angedrohten US-Sekundärsanktionen fürchten. / [Reuters](https://www.reuters.com/business/finance/half-russias-payments-china-made-through-middlemen-sources-say-2024-04-26/) (EN), [RBC](https://www.rbc.ru/economics/27/04/2024/662ca9879a794763a43134f8) (RU)
29.04.2024
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