EU-Kritik an Verstaatlichung

Die Europäische Union hat Moskau aufgefordert, die vor Kurzem angeordnete Zwangsverwaltung der russischen Tochterunternehmen von Bosch und Ariston aufzuheben. Russland solle diese Maßnahmen rückgängig machen und mit den betroffenen Unternehmen „nach akzeptablen Lösungen suchen“, hieß es am Samstag in Brüssel. Russlands Präsident Wladimir Putin hatte am Freitag die Anteile beider Unternehmen per Dekret an Gazprom Bytowyje Sistemy übertragen, eine Tochter des staatlichen Gaskonzerns Gazprom. Betroffen sind 100% der Anteile am Ableger Ariston Thermo Rus, welcher der Ariston Holding NV gehört, sowie 100% der Anteile an der Firma BSH Bytowyje Pribory, die wiederum der BSH Hausgeräte GmbH gehört. BSH Bytowyje Pribory mit Sitz in Peterhof bei St. Petersburg baute vor 2022 Kühlschränke und Waschmaschinen. Ariston Thermo Rus wurde 2002 gegründet und ist in Wsewoloschsk, ebenfalls in der Nähe von St. Petersburg, ansässig. Mittlerweile betreibt Ariston Thermo Rus nach eigenen Angaben Produktion von und Handel mit Haushaltsgeräten. Der italienische Außenminister Antonio Tajani kündigte am Samstag an, sein Haus werde den russischen Botschafter einbestellen. „Die Regierung verlangt eine Klarstellung zu der Verstaatlichung der Ariston Thermo Group“, schrieb Tajani im Kurznachrichtendienst X. / [EU](https://www.eeas.europa.eu/eeas/russia-statement-spokesperson-russian-measures-against-subsidiaries-eu-companies_en) (EN), [Vedomosti](https://www.vedomosti.ru/politics/news/2024/04/27/1034718-es-prizval?from=newsline), [Präsidentendekret](http://publication.pravo.gov.ru/document/0001202404260021), [Interfax](https://www.interfax.ru/chronicle/voennaya-operacziya-na-ukraine.html) (alle RU)

29.04.2024

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