Yandex-Deal in trockenen Tüchern
Die Aktionäre von Yandex N.V., der in den Niederlanden ansässige Mutterholding von Russlands größtem IT-Konzern Yandex, haben dem Verkauf des Russlandgeschäfts an lokale Investoren zugestimmt. Das teilte das russische Yandex Ende vergangener Woche mit. Auch die russische Regierung habe grünes Licht für den Deal gegeben. Der Kaufpreis von 475 Mrd. Rubel (4,9 Mrd. Euro) beinhalte den vom Kreml verlangten Preisabschlag von mindestens 50% des Marktwerts. Nach der Aufspaltung, die voraussichtlich mehrere Monate in Anspruch nehmen wird, soll der niederländische Teil umbenannt werden. Er soll ein Datenzentrum in Finnland sowie die vier ausländischen Startups des „russischen Googles“, darunter die Cloud-Plattform Nebius und den Entwickler von autonomen Fahrzeugen Avride, behalten. Beim russischen Yandex, das sich als sogenannte internationale Aktiengesellschaft (MKAO) in der Sonderwirtschaftszone Kaliningrad niederlässt, verbleiben vor allem Internetservices wie Suchmaschine, Taxi- und Carsharing-Dienste. Das Unternehmen will nach eigener Auskunft aber auch Zukunftstechnologien wie selbstfahrende Autos und Künstliche Intelligenz weiterhin entwickeln. / Yandex [1](https://ir.yandex.ru/press-releases?year=2024&id=02-07-03-2024), [2](https://yandex.ru/company/news/05-02-2024), [RBC](https://www.rbc.ru/technology_and_media/07/03/2024/65e9bf379a79476f8f54b0ba?ysclid=ltla2ty1pm42271993) (alle RU)
11.03.2024
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