Die Iran-Krise hat dazu geführt, dass rund ein Drittel der Transitrouten für Flüge von Russland ins Ausland nicht mehr genutzt werden können. Das berichtet der Verband der russischen Reiseveranstalter ATOR. Seiner Schätzung zufolge könnten im vergangenen Jahr 1,8–2,1 Mio. Menschen von der Möglichkeit Gebrauch gemacht haben, ihren Zielflughafen per Umstieg im Ausland zu erreichen. Etwa jeder dritte dieser Passagiere nutzte dafür Flughäfen der Vereinigten Arabischen Emirate oder ihrer Nachbarn wie Kuwait, Katar und Bahrain.
Nach dem Wegfall dieser Transit-Optionen bleibt die Türkei das beliebteste Transitland, mit einem bisherigen Anteil von ebenfalls rund einem Drittel der Transitflüge. Weitere beliebte Umsteige-Flughäfen sind Peking und Shanghai mit zusammen 15–20% Anteil. Neben einigen GUS-Ländern gibt es laut ATOR aktuell noch folgende weitere Transit-Optionen: Algerien, Vietnam, Ägypten, Jordanien, Marokko, Serbien, Thailand und Äthiopien. / ATOR (RU)