Warnung vor neuem „China-Schock“

In den späten 1990er und den frühen 2000er Jahren erlebte die Weltwirtschaft einen „China-Schock“. Damals flutete China die Weltmärkte mit billigen Erzeugnissen und begünstigte den Niedergang vieler Hersteller im Westen. Nun droht eine ähnliche Entwicklung, warnt das Wall Street Journal. Laut Volkswirten steigert China wieder seine Exporte, um die eigene Wirtschaft anzukurbeln. Chinesische Fabriken produzieren mehr Autos, Maschinen und Haushaltselektronik, als der heimische Inlandsmarkt aufnehmen kann. Gestützt durch billige Staatskredite überschwemmen chinesische Hersteller ausländische Märkte mit Produkten, die sie im Inland nicht verkaufen können. Vor rund 20 Jahren hatte ein ähnlicher Exportboom die Inflation in China gebremst. Aber in den USA verloren infolge des ersten „China-Schocks“ zwischen 1999 und 2011 mehr als zwei Millionen Menschen ihren Job, weil viele lokale Bekleidungs- und Möbelhersteller der Konkurrenz aus China nicht standhalten konnten. Obwohl die EU, die USA und Japan die eigene Industrie seitdem mit massiven Finanzspritzen unterstützt hätten, hätte ein neuer „China-Schock“ noch viel verheerendere Auswirkungen, da China jetzt auch wettbewerbsfähige High-Tech-Erzeugnisse produziere, schreibt das Blatt. / [WSJ](https://www.wsj.com/world/china/the-world-is-in-for-another-china-shock-3d98b533?mod=hp_lead_pos2) (EN), [Kommersant](https://www.kommersant.ru/doc/6551613)

05.03.2024

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