Der russische Unternehmerverband RSPP will einen Änderungsantrag zum Steuergesetzbuch auf den Weg bringen, der es ermöglicht, notleidende Forderungen gegenüber ausländischen Schuldnern, die aufgrund von Sanktionen nicht durchgesetzt werden können, als uneinbringlich einzustufen. Das würde betroffenen russischen Unternehmen ermöglichen, die Beträge abzuschreiben und die steuerliche Bemessungsgrundlage entsprechend zu mindern, erklärt der Verband in einem Brief, der an Regierungschef Michail Mischustin gehen soll. Der Brief liegt der russischen Ausgabe des US-Magazins Forbes nach eigenen Angaben vor. Darin verweist RSPP-Chef Alexander Schochin darauf, dass viele ausländische Unternehmen bei ihren russischen Partnern und Kunden in der Kreide stünden, zum Beispiel, weil sie eine Vorkasse erhalten, aber keine Ware geliefert hätten. Viele der offenen Forderungen könnten aufgrund von Sanktionen nicht eingetrieben werden. Dies habe zur Folge, dass betroffene russische Unternehmen in „erhebliche finanzielle Schwierigkeiten“ gerieten und Verluste hinnehmen müssten, argumentiert Schochin. / [Forbes](
https://www.forbes.ru/finansy/522685-biznes-poprosit-priznat-zavissie-iz-za-sankcij-dolgi-beznadeznymi), [Vedomosti](
https://www.vedomosti.ru/business/news/2024/10/08/1067176-rspp-poprosit-priznat) (RU)