Vermehrt Überweisungsprobleme in Zentralasien

Banken in Zentralasien weigern sich immer häufiger, Zahlungen aus Russland zu bearbeiten. In den russischen Nachbarländern Kasachstan, Kirgisistan, Usbekistan und Tadschikistan liege die Absagequote mittlerweile bei 30%, heißt es in einem gemeinsamen Bericht der russischen Logistikdienstleister PEC, GTL und Logita Trade. Die durchschnittliche Bearbeitungszeit habe sich im Juli um 15% gegenüber dem Vormonat auf zwei Wochen verlängert. Das hänge damit zusammen, dass Banken aus diesen Ländern nach immer mehr zusätzlichen Angaben fragen, etwa zum Zahler, seinen Gründern und Kunden oder zum Gegenstand der Zahlung, erklärt PEC-CFO Roman Romaschewski. Das Problem habe sich ab dem zweiten Quartal 2024 verschärft und trete nun auch beim Bezahlen in der jeweiligen Landeswährung auf. Betroffen seien insbesondere Überweisungen aus Russland nach China, die über Banken in Zentralasien abgewickelt werden, bestätigte Anna Fomitschowa, Gründerin der Online-Plattform Digital VED, die diverse Services für Exporteure und Importeure anbietet. Durch die westlichen Sanktionen hat Russland bereits seit 2022 nur eingeschränkten Zugang zum internationalen Zahlungsverkehr. Ende 2023 drohten die USA Banken weltweit Sekundärsanktionen an, sollten sie Russland bei der Umgehung der bereits verhängten Sanktionen helfen. Danach kehrten auch viele Institute aus nicht-westlichen Ländern Russland den Rücken. / [RBC](https://www.rbc.ru/finances/25/07/2024/669f9f899a7947f6c5fc1899?ysclid=lz164hzkx1729966530) (RU)

26.07.2024

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