Banken in Russland wollen künftig deutlich höhere Gebühren für die Abwicklung von Transaktionen mit dem chinesischen Yuan verlangen. Bei der Raiffeisenbank, der Russland-Tochter der österreichischen Raiffeisen Bank International (RBI), steigt die Gebühr für den Online-Kauf von Yuan unter Nutzung des Brokerkontos ab dem 1. August auf 1,9% und damit auf das Sechsfache des aktuellen Wertes (0,3%). Die Moskauer BCS Bank erhebt ab dem 8. August bei Yuan-Überweisungen Gebühren in Höhe von 0,7–2% statt bisher 0,5–1,5%. Experten machen für die höheren Bankgebühren die amerikanischen Sanktionen gegen die Moskauer Börse verantwortlich, die die Kosten der Banken in die Höhe treiben. Angesichts des Risikos von Sekundärsanktionen wollten die Institute die Börse nicht mehr nutzen und müssten nach alternativen Wegen suchen, um Rubel in Yuan und umgekehrt umzutauschen, erklärt der Unternehmerverband Delowaja Rossija. Das US-Finanzministerium hatte am 12. Juni die Moskauer Börse mit Sanktionen belegt, die ab dem 13. August greifen sollen. Je näher dieser Termin rücke, desto stärker werde der Druck auf die Banken, sagte ein Branchenkenner. Russische Unternehmen stoßen bereits seit Monaten auf Schwierigkeiten im Zahlungsverkehr mit Geschäftspartnern in China, weil Banken in China sowie in Ländern wie der Türkei, Indien und den Vereinigten Arabischen Emiraten sich aus Sorge vor US-Sanktionen zunehmend weigern, Transaktionen mit Russlandbezug zu bearbeiten. Im Dezember hatten die USA Kreditinstituten weltweit Sekundärsanktionen in Aussicht gestellt, sollten sie Russland bei der Umgehung der bereits verhängten Sanktionen helfen. / [Forbes](
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