USA statt Europa

Die Nachfrage russischer Touristen nach Europa-Reisen ist im ersten Halbjahr 2025 deutlich schwächer gewachsen als ein Jahr zuvor, berichtet der Reiseveranstalter Continent Express. Die Zahl der Visumanträge erhöhte sich im Jahresvergleich um nur 3%. Im Vorjahr hatte der Anstieg noch 16% betragen. Branchenkenner machen insbesondere lange Bearbeitungszeiten und verschärfte Auflagen dafür verantwortlich. Die beliebtesten Reiseziele in Europa sind mittlerweile Italien, Frankereich und Spanien, die sich bei der Ausstellung von Einreisevisa an Russen weniger restriktiv als andere EU-Mitglieder zeigen. Auf diese drei Länder entfielen im Januar-Juni 59% aller Visumanträge russischer Staatsangehöriger für die Europäische Union.




Aber auch Frankreich und Spanien haben zuletzt strengere Visa-Regeln eingeführt. So akzeptiert Frankreich neuerdings ausschließlich biometrische Reisepässe, während Spanien keinen visumfreien Transit mehr erlaubt. Polen, Tschechien, Estland, Lettland und Litauen stellen seit geraumer Zeit generell keine Einreisevisa an russische Staatsbürger mehr aus. Vor diesem Hintergrund ist die Nachfrage nach USA-Reisen angestiegen. Im ersten Halbjahr stellten russische Reisende diversen Schätzungen zufolge 20-46% mehr Visaanträge für die Vereinigten Staaten als ein Jahr zuvor. Auch die Zustimmungsquote sei gestiegen, berichtet die Zeitung Kommersant, ohne Zahlen zu nennen. / [Kommersant](https://www.kommersant.ru/doc/7890918) (RU)

18.07.2025

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