Russische Unternehmen, die Außenhandel betreiben, schalten immer häufiger sogenannte Factoring-Gesellschaften als Vermittler ein, um Problemen im internationalen Zahlungsverkehr zu entgehen. Dies erfuhr die Zeitung Izvestia von Insidern. Factoring-Gesellschaften, die russische Export- und Importgeschäfte bedienen, würden in nicht-westlichen Staaten gegründet. Bei Factoring bekommt der Lieferant einen Teilbetrag für seine Ware von einem Factor (zum Beispiel einer Bank oder einer Factoring-Gesellschaft) überwiesen. Nach Eintritt des Zahlungstermins überweist der Käufer die gesamte Summe an den Factor. Der Factor seinerseits überweist dem Lieferanten den Restbetrag. Für seine Dienste kassiert der Factor eine Provision. Bei klassischem Factoring seien neben dem Exporteur und dem Importeur jeweils ein Factor im Export- und im Abnehmerland am Außenhandelsgeschäft beteiligt, erklärte Außenhandelsexpertin Anastassija Sorokina von der Moskauer Blanc-Bank. Branchenkenner führen die zunehmende Popularität von Factoring im internationalen Zahlungsverkehr auf das wachsende Misstrauen ausländischer Banken gegenüber Zahlungsagenten zurück. Die Nutzung der bisherigen Zahlungswege werde zunehmend erschwert. Deshalb würden Unternehmen immer häufiger auf die Dienste von Factoring-Gesellschaften zurückgreifen. / [Vedomosti](
https://www.vedomosti.ru/finance/articles/2024/09/23/1063810-biznes-nashel-novii-instrument-dlya-mezhdunarodnih-raschetov), [Frank Media](
https://frankmedia.ru/178506) (beide RU)