Chemieindustrie verkraftet Sanktionen

Die russische chemische Industrie konnte sich schnell an die Sanktionen des Westens anpassen und wächst schon wieder, berichtet die Wirtschaftszeitung Kommersant nach Auswertung von Daten der Statistikbehörde Rosstat. Im ersten Halbjahr 2024 stieg die Produktion von chemischen Stoffen um 5,6% und die Produktion von Kunststoff- und Gummierzeugnissen um 4,2%. Der wichtigste Wachstumsfaktor sei der Bedarf an Importsubstitution, der zur Entstehung eigener Technologieketten für Spezialchemikalien geführt habe, kommentiert Kommersant. Die chemische Industrie gehöre nun zu den zehn Branchen in Russland, die in puncto Technologien am schnellsten von den Importen unabhängig werden. In einer aktuellen Umfrage der Moskauer Higher School of Economics (HSE) gaben 38% der befragten Unternehmensmanager an, dass sie mittlerweile weniger als in den beiden vergangenen Jahren von den Sanktionen betroffen seien. Für weitere 40% bleiben Sanktionen ein bedeutender Hemmfaktor für Investitionen und Produktionssteigerung. / [Kommersant](https://www.kommersant.ru/doc/7179883) (RU)

25.09.2024

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