Uniper kündigt Lieferverträge
Der deutsche Energieversorger Uniper will seine Lieferverträge für Erdgas aus Russland kündigen. Wie das Unternehmen gestern mitteilte, beende es damit „rechtlich“ seine „langfristige Gaslieferbeziehung mit dem russischen Staatsunternehmen Gazprom Export“. Die Verträge hatten seit den 1970er-Jahren „den Kern der deutsch-russischen Energiepartnerschaft“ gebildet, erläutert das Unternehmen, das 2022 durch Verstaatlichung gerettet wurde. Die Kündigung der Verträge wurde möglich, nachdem ein Schiedsgericht in Stockholm zu Unipers Gunsten und gegen den russischen Staatskonzern Gazprom entschieden hatte, führt das Unternehmen weiter aus. Zugleich habe das Gericht den Deutschen einen Schadenersatz in Höhe von 13 Mrd. Euro für die seit Mitte 2022 ausgefallenen Gaslieferungen zugesprochen. Nach Einschätzung der Wirtschaftszeitung Kommersant bedeute das Urteil das praktische Ende der letzten noch verbliebenen Energie-Beziehungen zwischen Deutschland und Russland. Zudem könnte es einen Präzedenzfall für Europa schaffen. Insgesamt gebe es mehr als zehn vergleichbare Klagen europäischer Gaskäufer gegen Gazprom, u. a. von Engie (Frankreich), ENI (Italien) und RWE (Deutschland). / [Uniper](https://www.uniper.energy/news/de/uniper-kuendigt-russische-gasliefervertraege), [Kommersant](https://www.kommersant.ru/doc/6762415) (RU)
14.06.2024
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