Tanker sitzen fest
Mehr als ein Dutzend Tankschiffe mit russischem Rohöl sollen seit Wochen vor der Küste Südkoreas liegen, weil sie ihre Ladung nicht loswerden können. Wie die Nachrichtenagentur Reuters meldet, kann das Öl aufgrund von US-Sanktionen und Zahlungsstreitigkeiten nicht verkauft werden. Es handle sich um 14 Tanker, die insgesamt zehn Mio. Barrel Öl der Marke Sokol geladen haben. Die russische Öl-Förderstätte Sachalin-1 etwa brauche 45 Tage, um diese Menge zu fördern, so Reuters. Zu den Abnehmern der Sokol-Sorte gehört die Indian Oil Corporation mit Sitz in Neu-Delhi. Ein Sprecher des indischen Staatsunternehmens bestätigte, dass sich die Lieferung verzögere. Grund dafür seien Meinungsverschiedenheiten darüber, in welcher Währung bezahlt werden soll. Im Dezember hatte Reuters berichtet, dass Sachalin-1 es nicht gelungen sei, ein Bankkonto in den Vereinigten Arabischen Emiraten zu eröffnen. Das hindere die Indian Oil Corporation daran, russische Ölimporte zu bezahlen. Dagegen gab der indische Ölminister Hardeep Singh Puri den „unattraktiven“ Preis als Hauptgrund dafür an, warum sein Land weniger Öl aus Russland importiere. Außerdem könnten die Tanker aufgrund von schärferen US-Sanktionen gegen die Reeder ihre Ladung nicht an Land bringen. / [Reuters](https://www.reuters.com/markets/commodities/russia-struggles-sell-pacific-oil-14-tankers-stuck-sources-data-2024-01-26/) (EN), [Kommersant (RU)](https://www.kommersant.ru/doc/6477440?from=vertical_lenta), [Bloomberg (EN)](https://www.bloomberg.com/news/articles/2023-12-20/russia-s-sokol-oil-gets-stuck-on-tankers-while-en-route-to-india)
29.01.2024
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