Strabag-Deal geplatzt

Die Raiffeisen Bank International AG (RBI) hat angekündigt, auf den geplanten Erwerb eines Aktienpakets des Baukonzerns Strabag zu verzichten. Der Deal galt als umstritten, weil hinter der Strabag-Beteiligung der sanktionierte russische Milliardär Oleg Deripaska vermutet wurde. Im Austausch mit den relevanten Behörden habe die RBI „nicht den erforderlichen Komfort erhalten“ können, um die geplante Transaktion durchzuführen, teilte die österreichische Großbank am Mittwoch mit. „Die Bank hat beschlossen, aus Gründen der Vorsicht von der Transaktion Abstand zu nehmen.“ Wie im Dezember bekannt gegeben, sollte die Russlandtochter der RBI für rund 1,5 Mrd. Euro knapp 27,8% der Strabag-Anteile von der Firma Rasperia Trading übernehmen, hinter der Deripaska gestanden haben soll. Dafür wollte die österreichische Bank ihre in Russland angelaufenen Gewinne einsetzen. Anschließend hätte die Strabag-Beteiligung als Sachdividende an die Muttergesellschaft nach Wien übertragen werden sollen. Daraufhin sollen die USA Druck auf die RBI ausgeübt haben. Im März berichtete die Nachrichtenagentur Reuters, dass Washington die Österreicher dazu dränge, von dem geplanten Geschäft abzurücken. / [Bloomberg](https://www.bloomberg.com/news/articles/2024-05-08/raiffeisen-scraps-russia-share-plan-after-regulatory-scrutiny?srnd=markets-vp) (EN), [RBI](https://www.rbinternational.com/de/investoren/news/ad-hoc-mitteilungen/Absage_Strabag_Deal.html), [Forbes](https://www.forbes.ru/society/512039-raiffeisen-bank-iz-soobrazenij-ostoroznosti-otkazalsa-ot-pokupki-doli-v-strabag?utm_source=forbes&utm_campaign=lnews) (RU)

10.05.2024

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