Russische Milliardäre kehren heim

Trotz des Enteignungsrisikos bringen vom Westen sanktionierte russische Superreiche ihr im Ausland geparktes Vermögen zurück nach Russland, schreibt das Nachrichtenportal Bloomberg. Auslöser sei unter anderem, dass zuletzt auch Zypern und die Schweiz die Erbringung von Verwaltungsdienstleistungen für Familienstiftungen mit russischen Gründern oder Begünstigten gestoppt hätten. Zwei russische Milliardäre, die anonym bleiben wollten, räumten gegenüber dem Portal ein, dass man bei der Repatriierung Gefahr laufe, durch den russischen Staat enteignet zu werden. Wie sie weiter sagten, haben sie keine andere Wahl, denn sie könnten aufgrund der Sanktionen mittlerweile nur noch in Russland Geschäfte machen. Im aktuellen Bloomberg Billionaires Index sind 26 russische Superreiche gelistet, die zusammen ein Vermögen von geschätzt 350 Mrd. Dollar haben. Ihr Durchschnittsalter liegt bei 63 Jahren. Viele müssten sich deshalb darüber Gedanken machen, wie sie ihre Vermögen an die Erben übertragen, schreibt Bloomberg. Um „seine“ Milliardäre aus dem Ausland zurück ins Land zu locken, bemühe sich Russland schon seit langem darum, günstigere Bedingungen für die Übertragung des Erbes zu schaffen. / [Bloomberg](https://www.bloomberg.com/news/articles/2024-05-08/russian-billionaires-find-war-in-ukraine-has-created-new-succession-challenges?srnd=homepage-europe) (EN), [Kommersant](https://www.kommersant.ru/doc/6689610) (RU)

11.05.2024

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