Schärferes Vorgehen gegen VPN

Das russische Digitalministerium will verstärkt gegen VPN-Dienste (virtuelle private Netzwerke) vorgehen, mit denen Internetsperren umgangen werden können. Medien berichten über mehrere geplanten Maßnahmen, zu denen auch höhere Kosten für mobilen Datenverkehr über das Ausland gehören. So soll das Ministerium den Mobilfunkanbietern vorgeschlagen haben, ab 15 GB Datenverkehr pro Monat über Server im Ausland eine Gebühr für den darüber hinausgehenden Auslands-Traffic zu verlangen. Von der Maßnahme, die ab 1. Mai gelten soll, wären nicht nur die VPN-Dienste, sondern sämtlicher Datenverkehr über das Ausland betroffen. Außerdem hat das Ministerium Internetunternehmen und andere größere Betreiber von Internetseiten aufgefordert, den Zugang zu ihren Seiten über VPN-Netze zu sperren, berichtet die Wirtschaftszeitung Kommersant. Andernfalls könnten die Unternehmen nicht in die sogenannte „weiße Liste“ aufgenommen werden. In dieser sind diejenigen Internetseiten aufgelistet, die während der Abschaltungen des mobilen Internets zugänglich bleiben sollen.

Schon ab morgen dürften Mobilfunkanbieter nicht mehr zulassen, dass ihre Nutzer Guthaben auf einem Apple-Account durch Guthaben auf dem Mobilfunkkonto auffüllen. Insidern zufolge soll damit u. a. die Bezahlung von VPN-Diensten erschwert werden. Gestern haben die Anbieter MTS und Beeline ihren Kunden empfohlen, ihr Apple-Guthaben noch rechtzeitig aufzufüllen. / Kommersant (RU)

31.03.2026

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