Die russische Regierung will es der britischen Rohstoff-Preisagentur Argus ermöglichen, weiterhin in Russland tätig zu bleiben. Am 1. März war ein Mitte 2025 beschlossenes Gesetz in Kraft getreten, das Unternehmen mit einer ausländischen Beteiligung von mehr als 20% Marktforschungstätigkeiten untersagt. Argus hatte im vergangenen Herbst die Regierung um eine Anpassung des Gesetzes gebeten, um weiter auf dem russischen Markt tätig sein zu können. Dass die Regierung der Bitte nun nachkommt, liegt an der Bedeutung der Argus-Daten für die russische Haushaltsplanung. Die Regierung nutzt diese nach wie vor zur Berechnung der Öl- und Gassteuern. Ansätze, auf eine heimische Alternative umzusteigen, sind bisher gescheitert. So war geplant, schon ab 2024 außerbörsliche Handelsdaten der Rohstoffbörse in St. Petersburg zu verwenden, um die Ölpreise zu ermitteln. Das Finanzministerium verschob den Umstieg jedoch zunächst auf 2025, da es an der Aussagekraft der Daten zweifelte. Danach hat es laut RBC keine weiteren Schritte in dieser Richtung unternommen. / RBC (RU)