Der Verwaltungsrat der russischen Zentralbank beschloss in seiner Sitzung vom 20. März, den Leitzins um 0,5 Prozentpunkte auf 15% zu senken. Dies ist die siebte Zinssenkung in Folge seit Juni vergangenen Jahres, als die Zentralbank mit der Senkung des Leitzinses von einem Rekordwert von 21% begann. Die Zentralbank stellte fest, dass sich das Preiswachstum im Februar „wie erwartet verlangsamt“ habe, die nachhaltigen jährlichen Wachstumsraten jedoch weiterhin im Bereich von 4–5% lägen. Die Aufsichtsbehörde wies zudem auf wachsende Unsicherheit „aufgrund externer Bedingungen“ hin.
Der Zentralbank zufolge nimmt der Grad der Überhitzung der russischen Wirtschaft ab, die Spannungen auf dem Arbeitsmarkt lassen nach und die Verbrauchernachfrage sowie die Wirtschaftstätigkeit kühlen sich ab. Darüber hinaus bleibe die Kreditvergabe verhalten, da die Haushalte weiterhin das Sparen bevorzugten. Dennoch bestünden weiterhin Inflationsrisiken, die auf einen sich verschlechternden globalen Wirtschaftsausblick und steigenden Preisdruck aufgrund geopolitischer Spannungen zurückzuführen seien. Einige Analysten deuteten vor der Sitzung am 20. März an, dass die Zentralbank eine Zinssenkung um bis zu einem Prozentpunkt in Erwägung ziehen könnte, wenn nicht Unsicherheiten im Zusammenhang mit der Haushaltspolitik und den militärischen Aktionen im Nahen Osten bestünden. / Forbes (RU)
Russische Zentralbank senkt Leitzins
23.03.2026
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