Raiffeisen-Aktien gepfändet

Das Schiedsgericht von Kaliningrad hat der Raiffeisenbank in Russland per einstweiliger Verfügung untersagt, ihre Anteile zu übertragen. Ihre österreichische Muttergesellschaft Raiffeisen Bank International (RBI) hatte zuletzt von einem möglichen Teilverkauf gesprochen. Der ist nun vorerst nicht mehr möglich. Das Gericht gab mit seiner Entscheidung einem Antrag der russischen Holdinggesellschaft Rasperia Trading Limited statt. Er richtete sich u. a. gegen die russische Raiffeisenbank sowie den österreichischen Baukonzern Strabag, an dem Rasperia beteiligt ist, nicht aber gegen RBI. Wie die russische Wirtschaftszeitung RBC schreibt, werfen die Russen Strabag vor, ihre Anteile verwässert zu haben, sodass Rasperia keine Mitsprache mehr ausüben könne. Außerdem habe Strabag es versäumt, ihm die zustehende Dividende auszuzahlen. Den Schaden beziffert Rasperia auf knapp 2 Mrd. Euro. Diese Summe setze sich aus dem Wert seiner Strabag-Anteile und den aussehenden Dividenden zusammen, so RBC. Das Gericht hat jetzt die Verfügung über die Aktien der russischen Raiffeisenbank eingeschränkt, weil sie mit den Beklagten in einer nicht näher beschriebenen Verbindung stehe. Für die Dauer des Verfahrens von voraussichtlich 9 bis 24 Monaten sei ein Verkauf der Anteile nun nicht mehr möglich, erklären Experten. / [Kommersant](https://www.kommersant.ru/doc/6979678) (RU), [RBC](https://www.kommersant.ru/doc/6979678) (RU), [RBI](https://www.rbinternational.com/de/investoren/news/ad-hoc-mitteilungen/ru-aktien.html)

10.09.2024

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