Mazda Motor Rus, die Russlandtochter des japanischen Automobilherstellers Mazda, hat im vergangenen Jahr mehr als 3 Mrd. Rubel (32,8 Mio. Euro) mit dem Verkauf von Autos eingenommen – 17-mal so viel wie 2024. Der Gesamtumsatz des Unternehmens wuchs um 140% auf 3,9 Mrd. Rubel (42,1 Mio. Euro), der Nettogewinn erhöhte sich um 11% auf 1,9 Mrd. Rubel (20,5 Mio. Euro). Damit habe der Autohändler zum ersten Mal seit dem Krisenjahr 2022 wieder den größten Teil seines Umsatzes aus dem Autoverkauf erwirtschaftet, stellt die Wirtschaftszeitung Kommersant fest.
Für 2022 hatte Mazda Motor Rus einen Umsatz von 22,1 Mrd. Rubel, umgerechnet 298,6 Mio. Euro zum damaligen Umrechnungskurs, ausgewiesen, wovon 19,8 Mrd. Rubel (267,6 Mio. Euro) aus dem Autoverkauf stammten. 2023 fiel der Umsatz auf 2 Mrd. Rubel (21,6 Mio. Euro), während die Erträge aus dem Autoverkauf auf nur noch 3,2 Mio. Rubel (34.600 Euro) einbrachen.
Im vergangenen Jahr wurden in Russland 6900 neue Mazda-Pkw verkauft, 49% mehr als 2024, berichtet der Branchendienst Autostat. Der Geschäftsbericht von Mazda Motor Rus legt nahe, dass die Autos der japanischen Marke 2025 über Parallelimporte nach Russland gelangten. Die japanische Mazda Motor Corporation hatte ihre Russland-Aktivitäten seit Frühjahr 2022 zurückgefahren. Die Zulieferungen wurden gestoppt, das Mazda-Werk in Wladiwostok an den lokalen Autobauer Sollers verkauft. Offiziell verkündeten die Japaner zwar keinen Rückzug vom russischen Markt. Laut Branchenvertretern liefert die Marke jedoch seit 2022 keine Fahrzeuge mehr nach Russland. / Kommersant, Izvestia, Valutafx (alle RU)