Leitzins steigt auf 19%

Russlands Zentralbank hat am Freitag den Leitzins von 18% auf 19% angehoben. Seit seiner Einführung im September 2013 lag der Leitzins bisher nur im Frühjahr 2022 mit 20% höher. Ihre jüngste Zinsanhebung begründete die Zentralbank mit einem „nach wie vor hohen Inflationsdruck“. Im August lagen die Verbraucherpreise in Russland um 9,1% über dem Niveau des Vorjahresmonats. Anfang September verlangsamte sich ihr Anstieg im Jahresvergleich leicht auf 9%. Die russischen Währungshüter räumen in einer Pressemitteilung nun ein, dass die Inflation in diesem Jahr über der bisher prognostizierten Spanne von 6,5–7,0% liegen könnte. Für 2025 rechnen sie nach wie vor mit einer Teuerungsrate von 4–4,5%. Danach werde die Inflation „nahe 4%“ liegen. Die Zentralbank werde alles nur Mögliche tun, um die Inflation noch 2025 auf 4% zu senken, versprach Zentralbankchefin Elwira Nabiullina am Freitag. „Dafür sind wir bereit, die geldpolitischen Bedingungen so lange wie nötig straff zu halten und bei Bedarf den Leitzins weiter anzuheben.“ Wenn man eine Inflation von 6–8% tolerieren würde, könnte sie bald „im zweistelligen Bereich“ liegen, warnte Nabiullina. / [Russ. Zentralbank](https://cbr.ru/press/pr/?file=13092024_133000Key.htm), [Kommersant](https://www.kommersant.ru/doc/7093195) (beide RU)

16.09.2024

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