Kohleexporte über Nordkorea

Russland nutzt wieder den nordkoreanischen Hafen Rajin für seine Kohleexporte. Im April und Mai sind so 132.000 Tonnen russische Kohle nach China gelangt, belegen Daten des Branchendiensts Argus. Die letzten russischen Lieferungen über den Hafen, der in einer Sonderwirtschaftszone unweit der russischen Grenze liegt, sind für das Frühjahr 2021 dokumentiert. Davor hatten ihn russische Kohleexporteure von 2011 bis 2017 genutzt. Ihren anschließenden Rückzug hatte der damalige russische Botschafter in Nordkorea mit der Angst vor amerikanischen Sanktionen erklärt. Tatsächlich ist der Hafen bis heute durch Beschluss des UN-Sicherheitsrats von den Sanktionen gegen Nordkorea ausgenommen. Experten bemerken, dass Transporte über die Nordkorea-Route nur unwesentlich teurer sind als etwa die Route über den russischen Frachthafen in Nachodka. Dafür entstünden zusätzliche Kapazitäten für die Exporte nach China in Höhe von 2 bis 3 Mio. Tonnen Kohle pro Jahr. Von Januar bis Mai 2024 lieferte Russland 7,6 Mio. Tonnen nach China, 2,7 Mio. mehr als im Vorjahreszeitraum. / [Kommersant](https://www.kommersant.ru/doc/6820603) (RU)

14.07.2024

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