Handel leidet unter Sanktionen
Die jüngsten Sanktionen des Westens haben den Handelsboom zwischen Russland und der Türkei ausgebremst, konstatiert die US-Nachrichtenagentur Bloomberg. Laut Angaben des türkischen Handelsministeriums wurden im Februar 2024 Waren im Wert von nur 670 Mio. US-Dollar und damit 33% weniger als im Vorjahresmonat (1,1 Mrd. Dollar) aus der Türkei nach Russland exportiert. Am stärksten gingen die Exporte von Werkzeugmaschinen, Pumpen und Elektromotoren zurück. Die russischen Ausfuhren in die Türkei brachen im selben Zeitraum um 36,7% – von 2 Mrd. auf 1,3 Mrd. Dollar – ein. Bauten türkische Maschinenbauer 2023 ihre Exporte nach Russland noch zügig aus, so rechnet die Vereinigung türkischer Maschinenexporteure im laufenden Jahr mit einem Einbruch der Umsätze um 1 Mrd. Dollar ein, weil die USA und die EU ihre Sanktionslisten „schnell ausweiten“ und die Exportkontrollen gegen Güter verschärfen, die auch militärisch verwendet werden können. „Angesichts des zunehmenden Drucks auf das Bankensystem und die Lieferketten“ werde wohl „kein seriöser Maschinenbauer sein bisheriges Interesse an Russland erhalten“, schätzt Kutlu Karavelioglu, Vorsitzender der Vereinigung türkischer Maschinenexporteure. Ende 2023 hatten die USA Banken weltweit Sekundärsanktionen in Aussicht gestellt, sollten sie Russland bei der Umgehung der bereits verhängten Sanktionen helfen. Bloomberg führt den Rückgang der türkischen Exporte nach Russland auf die Bemühungen der Regierung in Ankara zurück, russlandbezogene Banktransaktionen stärker zu kontrollieren. / [Bloomberg](https://www.bloomberg.com/news/articles/2024-04-05/turkey-s-trade-boom-with-russia-stalls-under-weight-of-sanctions) (EN), [RBC](https://www.rbc.ru/economics/05/04/2024/660fc5f09a79475e2eac8645) (RU)
08.04.2024
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