Geldstrafe mit 36 Nullen
Die Summe der Forderungen gegen Google in Russland hat astronomische Dimensionen erreicht und beträgt zwei Sextillionen Rubel, schreibt die Wirtschaftszeitung Kommersant. Der amerikanische IT-Konzern war 2022 in Russland zu einer progressiven Geldstrafe verurteilt worden, weil er etliche Staatssender von seiner Videoplattform Youtube verbannt hatte. Ein russisches Gericht ordnete damals an, dass die Sperren aufgehoben werden müssen. Für jeden Tag in Verzug wurde eine Strafe von anfänglich 100.000 Rubel (1000 Euro) festgelegt, die sich seitdem jeden Tag verdoppelt. Weil Google dem Urteil bislang nicht gefolgt ist, sind mittlerweile theoretisch zwei Sextillionen Rubel fällig. „Diese Zahl mit 36 Nullen ist mehrere hundert Billionen Mal größer als alles Geld auf der Welt“, berechnete Kommersant.
„Dieses bewusst spektakuläre Urteil spiegelt nicht so sehr die rechtliche Position der Kläger wider, sondern vielmehr die politische Haltung des Kreml gegenüber den technologischen Plattformen“, kommentierte Medienjurist Fjodor Krawtschenko. Google reichte unterdessen eine Gegenklage ein. Darin pocht das Unternehmen auf sein Recht, sich vor einem US-Gericht gegen die Forderungen zu wehren. / [Kommersant](https://www.kommersant.ru/doc/7266360), [RBC](https://www.rbc.ru/technology_and_media/29/10/2024/671fd2389a794726b01d3af3) (beide RU)
„Dieses bewusst spektakuläre Urteil spiegelt nicht so sehr die rechtliche Position der Kläger wider, sondern vielmehr die politische Haltung des Kreml gegenüber den technologischen Plattformen“, kommentierte Medienjurist Fjodor Krawtschenko. Google reichte unterdessen eine Gegenklage ein. Darin pocht das Unternehmen auf sein Recht, sich vor einem US-Gericht gegen die Forderungen zu wehren. / [Kommersant](https://www.kommersant.ru/doc/7266360), [RBC](https://www.rbc.ru/technology_and_media/29/10/2024/671fd2389a794726b01d3af3) (beide RU)
31.10.2024
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