Fast 30% weniger Neubaufläche

Die Zahl der in Russland fertiggestellten Wohneinheiten belief sich von Januar bis März 2026 auf knapp 23 Mio. Quadratmeter, ein Rückgang von 28,2% gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Dies ergibt sich aus Daten der russischen Statistikbehörde Rosstat. Der Rückgang ist auf einen starken Einbruch im Bereich des individuellen Wohnungsbaus zurückzuführen, der fast 70% aller fertiggestellten Wohneinheiten im Land ausmacht: Hier wurden 15,3 Mio. Quadratmeter gebaut, ein Minus von 38,1% gegenüber dem Vorjahr. Der Mehrfamilienhaussektor, der Anfang letzten Jahres noch Verluste verzeichnete, zeigt nun positive Entwicklungen. Von Januar bis März stellten Bauträger 7,7 Mio. Quadratmeter fertig, ein Plus von 5% gegenüber dem Vorjahr. Laut dem Staatskonzern DOM.RF initiierten Bauträger von Mehrfamilienhäusern im März zudem neue Projekte mit einer Gesamtfläche von 4,2 Mio. Quadratmetern, ein Anstieg von 24% gegenüber dem Vorjahr. Analysten führen diesen Trend auf einen Basiseffekt zu Beginn des Jahres 2025 zurück, der durch die schwache Nachfrage angesichts hoher Hypothekenzinsen bedingt ist. In diesem Jahr erholt sich das Hypothekenkreditgeschäft: Im ersten Quartal vergaben die Banken Hypothekendarlehen im Wert von 1 Bio. Rubel (ca. 11 Mrd. Euro), ein Anstieg um 70% im Vergleich zum gleichen Zeitraum im Jahr 2025. / Kommersant (RU)

20.04.2026

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