Die Exportpreise für russische Rohstoffe sind im vergangenen Jahr stark gesunken, konstatiert die Preisagentur Zentrum für Preisindizes (ZZI), die von der staatlichen Gazprombank gegründet wurde. Ende 2025 lag der Rohstoffpreisindex mit 52 Punkten auf dem niedrigsten Wert seit Januar 2021. Mitte Januar 2026 hat er sich auf 55 Punkte leicht erholt, der Höchstwert war 133 Punkte im März 2022.
Im Einzelnen verbilligte sich Erdöl der russischen Marke Urals im vergangenen Jahr um 33% auf 41,1 Dollar pro Barrel. Die Analysten erklären den Preisverfall mit einem Überangebot auf dem Weltmarkt und gestiegenen Preisabschlägen auf das russische Öl.
Auch der Exportpreis für Erdgas in Europa gab um 32% auf 338 Dollar pro 1000 Kubikmeter nach, Pipelinegas in Richtung China verbilligte sich um 18% auf 204 Dollar pro 1000 Kubikmeter. Beim Flüssigerdgas (LNG) verzeichnete ZZI einen Preisrückgang um 11% auf 316 Dollar pro 1000 Kubikmeter Gasäquivalent. Außerdem verbilligten sich u. a. Diesel um 10%, Energiekohle um 12% und Weizen um 3%.
Aufgrund der gesunkenen Exporterlöse erwartet ZZI eine Abwertung des russischen Rubels. Gegenüber dem Dollar könnte er von derzeit rund 76 Rubel bis Jahresende auf 90 Rubel pro Dollar nachlassen, so die Prognose. / Vedomosti (RU)