Euroclear: Angst vor russischer Reaktion

In der EU wachsen die Sorgen, dass eine Einziehung eingefrorener russischer Vermögenswerte verheerende Konsequenzen für den europäischen Zentralverwahrer Euroclear haben könnte. Das erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters aus Verhandlungskreisen zur Verwendung blockierter russischer Gelder. Man befürchte, dass potenzielle Vergeltungsmaßnahmen Moskaus das globale Finanzsystem destabilisieren könnten, zitiert Reuters einen nicht namentlich genannten EU-Beamten. In der EU sind laut Angaben der EU-Kommission mehr als 200 Mrd. Euro der russischen Zentralbank eingefroren. Der Großteil davon lagert bei Euroclear in Belgien. Russland könnte rechtliche Schritte einleiten, um das Bargeld von Euroclear beschlagnahmen zu lassen, das in den Wertpapierdepots in Hongkong und Dubai aufbewahrt werde, mutmaßte der Beamte.  
  
Außerdem könnte die russische Zentralbank die 33 Mrd. Euro an Euroclear-Geldern einziehen, die von der nationalen Wertpapierverwahrstelle in Moskau gehalten werden. Sollte Euroclear das Kapital ausgehen, müsste die belgische Zentralbank dem wichtigen europäischen Zentralverwahrer die Lizenz entziehen. Das wiederrum könnte eine weltweite Finanzkrise auslösen, da Euroclear Vermögenswerte in Höhe von 37 Bio. Euro verwalte. / [Reuters](https://www.reuters.com/world/europe/eu-frozen-russian-assets-generate-15-20-bln-until-2027-eu-official-says-2024-03-12/) (EN), [Vedomosti](https://www.vedomosti.ru/finance/news/2024/03/13/1024948-reaktsiya-rossii) (RU)

17.11.2024

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