EU will alle Energiebeziehungen kappen

Der neue EU-Energiekommissar Dan Jørgensen will alle noch verbleibenden Energiebeziehungen der Europäischen Union zu Russland kappen. Dies sei ein Hauptanliegen seiner Amtszeit, sagte der Däne vergangene Woche im Gespräch mit dem Onlinemagazin Politico. Die bisherige Reduzierung der Abhängigkeit von russischer Energie lobte er als „eine beachtliche Leistung“, warnte jedoch, dass es jetzt „in die falsche Richtung“ gehe. Damit meine er die steigenden Importe von Flüssigerdgas (LNG) aus Russland. Zudem seien fünf EU-Länder nach wie vor auf Nuklearbrennstäbe aus Moskau angewiesen. Deshalb wolle er demnächst einen Plan vorstellen, der sich „in erster Linie auf Gas, aber auch auf Öl und Atomkraft“ konzentriere, sagte Jørgensen. Mit der Umsetzung der „konkreten Roadmap“ soll innerhalb der ersten 100 Tage seiner Amtszeit, das heißt bis Mitte März begonnen werden.  
  
Seit Februar 2022 ist der Anteil Russlands an den Gasimporten der EU von 45% auf knapp 15% gefallen, berichtet die Wirtschaftszeitung RBC unter Verweis auf EU-Daten. Rund 8,7% macht Pipelinegas aus, der Rest von 6,1% entfällt auf LNG. Bis 2027 will die EU gänzlich auf russisches Gas verzichten. / [Politico](https://www.politico.eu/article/eu-new-energy-chief-vows-end-russian-fuel-dan-jorgensen/) (EN), [RBC](https://www.rbc.ru/economics/12/12/2024/675a85b09a794711cb3389dc) (RU)

16.12.2024

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