Aus Angst vor Sekundärsanktionen der USA stellen chinesische Staatsbanken ihre Zusammenarbeit mit Russland Insidern zufolge auf den Prüfstand. Wie die US-Nachrichtenagentur Bloomberg aus informierten Kreisen erfuhr, wollen Banken die Beschränkungen für die Finanzierung russischer Kunden verschärfen und grenzüberschreitende Transaktionen künftig stärker überwachen. Mit einem Erlass von Ende Dezember hatte US-Präsident Joe Biden amerikanische Sekundärsanktionen gegen Banken aus Drittländern ermöglicht, die Transaktionen für sanktionierte Personen aus Russland durchführen oder bei der Versorgung der russischen Rüstungsindustrie helfen. Laut Bloomberg haben mindestens zwei chinesische Geldinstitute nun vor, ihre Beziehungen zu sanktionierten Kunden zu beenden und sämtliche Finanzdienstleistungen an die russische Rüstungsindustrie zu stoppen. Außerdem wollen chinesische Kreditinstitute künftig stärker prüfen, ob ihre Kunden Unternehmen oder Nutznießer in Russland haben. Auch die Gangart gegenüber nicht-russischen Kunden soll verschärft werden, die Geschäfte in Russland betreiben oder kritisch wichtige Güter auf Umwegen nach Russland verkaufen. / [Bloomberg](
https://www.bloomberg.com/news/articles/2024-01-16/china-banks-tighten-curbs-on-russia-after-us-sanctions-order) (EN), [RBC](
https://www.rbc.ru/finances/16/01/2024/65a6220a9a79478315400728?from=copy)