Die Verhandlungen zwischen Russland und China über zusätzliche Lieferungen von russischem Erdgas kommen nicht voran, berichtet die britische Wirtschaftszeitung Financial Times. Dabei geht es um den Liefervertrag, mit dem nach russischen Vorstellungen die im Bau befindliche Pipeline Power of Siberia 2 ausgelastet werden soll. Laut Insidern wollen die Chinesen jedoch nur einen Bruchteil der Menge abnehmen, die über die auf 50 Mrd. Kubikmeter Erdgas pro Jahr ausgelegte Pipeline fließen könnte. Auch wollen die Chinesen kaum mehr für das Gas bezahlen, als es in Russland selbst kostet, so der Bericht. Russland sei nach dem weitgehenden Wegfall des europäischen Markts für sein Erdgas auf Exporte nach China angewiesen, die Chinesen hätten jedoch auch alternative Bezugsquellen. Außerdem verfolge China eine Strategie der Diversifikation seiner Energielieferanten, bemerkt ein Analyst der russischen Investmentfirma IWA Partners. Eine Auslastung der neuen Pipeline würde dem zuwiderlaufen. / [Financial Times](
https://www.ft.com/content/f7a34e3e-bce9-4db9-ac49-a092f382c526) (EN), [Kommersant](
https://www.kommersant.ru/doc/6745001) (RU)