Bosch-Neustart durch Fremdverwaltung

Gazprom will die Fabrik von BSH Hausgeräte in St. Petersburg wieder in Betrieb nehmen. Der staatliche Gaskonzern kontrolliert über eine Tochtergesellschaft das Russlandwerk der Bosch-Tochter, seit der Kreml es ihm 2024 zur vorübergehenden äußeren Verwaltung übergeben hat. Die Wirtschaftszeitung Kommersant fand nun in einem Finanzbericht des russischen BSH den Vermerk, dass die Produktion dieses Jahr wieder anlaufen soll und die Vorbereitungen dafür bereits im Gang sind. Branchenvertreter schätzen die Investitionen dafür auf 20 bis 50 Mio. US-Dollar. Die Hausgeräte-Tochter von Gazprom stellt bereits Kochplatten unter der eigenen Marke Darina her, 2024 soll sie auch testweise Spülmaschinen produziert haben. Unklar ist, unter welcher Marke die Geräte der St. Petersburger Fabrik vertrieben werden. Das russische Rechtsberatungsunternehmen White Stone bemerkt, dass Gazprom als Verwalter des weiterhin Bosch gehörenden Werks dazu berechtigt sei, die in Russland angesehene deutsche Hausgerätemarke zu verwenden.  
  
Bosch kommentierte den Bericht und stellte klar, dass es „keinerlei Geschäftsbeziehungen zu Russland unterhält und nicht plant, dies zu ändern“. Im März 2022 hatte der deutsche Weltkonzern die Produktion in St. Petersburg gestoppt. Der Kommersant bemerkt, dass BSH bisher seinen Rückzug aus Russland nicht vermeldet habe. Den oben zitierten Kommentar der Deutschen deutet das Blatt als erste öffentliche Bestätigung des Rückzugs. / Kommersant [1](https://www.kommersant.ru/doc/7658256),[2](https://www.kommersant.ru/doc/7658974) (RU)

17.04.2025

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